
Nachdem es ab 1878 wieder zur Annäherung der Regierung und der katholischen Kirche kam, war der Kulturkampf auch in Olsberg Anfang der 1880er Jahre weitgehend beigelegt.
Kirchliche Aktivitäten wurden offiziell wieder geduldet, so auch die Aktivitäten kirchlich und katholisch geprägter Vereine.
Vikar Franz Zengerling ruft am Freitag, dem 06. Januar 1882 (Dreikönigstag), wie bereits 1872 zur Gründung bzw. Reaktivierung des Männergesangvereins Olsberg auf.
Noch am gleichen Nachmittag versammeln sich 40 Männer an der damaligen Olsberger Vikarieschule und beginnen unter Leitung des Lehrers Josef Plett zu singen.
Schnell werden die zweiten Statuten des Vereins beschlossen.
Lehrer Josef Plett ist der Dirigent und Vikar Franz Zengerling der Präses des neuen Vereins.

Trotz der damals sehr kargen Löhne schaffen sich die Mitglieder des neu gegründeten Vereins das sogenannte „Rütli“, ein ledergebundenes Liederbuch, an.
Der Männergesangverein, der sich von nun an „Sauerlandia“ nennt, wird jedoch auch von wohlhabenderen Mitgliedern und Bürgern gefördert und unterstützt.
So stiftet der erste „Liedervater“ des Vereins, Wilhelm Busch (Egens), eine Vereinsfahne für das Gesangfest 1882 in Meschede und etwas später ein Klavier.
Das Notenlesen und der Chorgesang werden durch Lehrer Josef Plett gelehrt und einstudiert.
Dass sich die Sänger nach den Proben in der damaligen Schule regelmäßig im Gasthof Rosenfeld zu einer Pfeife und einem Bier treffen, zeugt davon, dass das gesellige Beisammensein auch in diesem zweiten Männergesangverein Olsberg’s Teil der Statuten ist.
Quellen
Orte
Standort der damaligen Vikarieschule Olsberg
Damaliges Gasthaus Rosenfeld
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